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> Unsere Produktionen > "Iphigenie auf Tauris" "Iphigenie auf Tauris"Drama in 5 Akten von Johann Wolfgang von Goethe Premiere war am 12. März 2005. Weitere Vorstellungen: 13. März 2005, 15. März 2005. |
Zum Inhalt: Goethes Drama ist eine (heute erst recht wieder?) hochaktuelle Utopie, die der unmenschlichen weltweiten Metzelei und Kriegsführung und den diplomatischen Winkelzügen national-egoistischer Weltmachtansprüche die Fähigkeit des menschlichen Mitleidens und scheinbar naiven Bittens entgegensetzt. Iphigenie ist in ihrem Tun naiv und immer wieder neu unentschlossen. Das Einzige, das sie treibt, ist die strikte Ablehnung von weiterem Blutvergießen. Sie ist nicht etwa die Hehre, Edle, die oft als Inbegriff des human aufgeklärten Ideals gesehen wird. So wenig wie Thoas nur der gekränkte Menschenopfer fordernde Despot ist. In der konkreten Auseinandersetzung zwischen ihnen aber ergibt sich ein Hoffnungsschimmer für die Menschheit: Nicht Schicksal oder politische Zwänge, nicht ehernes Gesetz oder die scheinbaren Gesetzmäßigkeiten von „männlich“ und „weiblich“ bringen eine bessere Welt sondern die je aktuelle unverstellte Begegnung von 2 Menschen, die sich trauen mit dem Gegenüber mitzuleiden. Eine Utopie, - ja! Aber die Menschheit braucht sie, damit Thoas‘ letzte Worte in ihrer Doppeldeutigkeit Wirklichkeit werden können: „Lebet wohl!“. Zum Inszenierungskonzept: Diese Inszenierung hält sich streng an die jambische Versform des Dramas, Goethes letzter Bearbeitung des Werkes. Ausstattung, Kostüme, Licht und Musik aber wollen den surrealen Charakter des Stückes als Utopie betonen. „Surreal“ sozusagen als „über der Realität“ stehend, wie es eine Utopie nun einmal ist. Keine museale Aufführung eines „deutschen Klassikers“ im Gestus „hochtrabender“ Sprache und endgültig ins Lächerliche gezogen durch griechisch anmutende Gewandungen, sondern ein Denkanstoß für unser aktuelles Leben, der zumindest zu Herzen gehen kann und vielleicht auch im Kopf für die Realität zu Konsequenzen führen kann. Lasst uns einfach an die Tragfähigkeit von Utopien glauben! |
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